Blog: Ratgeber rund um die Katze

7 häufige Fehler bei der Fütterung von Katzen (und wie Sie sie vermeiden)

KerAnimal 5 min
Gato naranja mirando su cuenco de comida

Eine Katze zu füttern, scheint einfach: Futter in den Napf, fertig. Doch es gibt sehr verbreitete Fehler, die sich direkt auf Gesundheit, Gewicht und Verhalten auswirken. Manche lassen sich leicht korrigieren, andere erfordern, jahrelange Gewohnheiten zu ändern. In diesem Artikel gehen wir die 7 häufigsten durch und zeigen, wie Sie sie lösen.

Fehler 1: Den ganzen Tag Futter bereitstellen

Das ist der verbreitetste Fehler unter Katzenhaltern. Anders als ihre wilden Verwandten, die 8 bis 12 Mal am Tag jagen, bewegen sich Hauskatzen wenig und haben unbegrenzten Zugang zu Futter. Das Ergebnis: Sie fressen aus Langeweile, nicht aus Hunger.

Die Folge: Übergewicht, Katzendiabetes, Herzprobleme, Arthrose. Mehr als 60 % der Hauskatzen sind übergewichtig.

Die Lösung: Stellen Sie auf feste Mahlzeiten um. Zweimal täglich für erwachsene Katzen, dreimal für Kitten. Wenn Sie die Zeiten wegen Ihrer Arbeit nicht einhalten können, sorgt ein programmierter Futterautomat für Regelmäßigkeit.

Fehler 2: Die Ration nicht an das tatsächliche Gewicht anpassen

Die Mengenangaben auf der Futterpackung sind Richtwerte für eine mittelgroße Katze. Eine Katze mit 3 kg und eine mit 6 kg können nicht dasselbe fressen – das heißt aber nicht, dass die 6-kg-Katze doppelt so viel braucht.

Die Lösung: Lassen Sie Ihren Tierarzt die Körperkondition Ihrer Katze beurteilen, nicht nur ihr Gewicht in Kilo. Dabei wird geprüft, ob sich die Rippen ertasten (aber nicht sehen) lassen, ob von oben eine Taille erkennbar ist und ob der Bauch leicht nach oben verläuft. Passen Sie die Ration anhand dieser Beurteilung genau an.

Fehler 3: Das Futter abrupt wechseln

Die Darmflora der Katze ist auf die Zutaten eingestellt, die sie gewöhnlich frisst. Ein plötzlicher Wechsel kann Durchfall, Erbrechen, Blähungen und die völlige Ablehnung des neuen Futters auslösen.

Die Lösung: eine Umstellung über 7 bis 10 Tage mit schrittweiser Mischung:

  • Tag 1–3: 75 % altes + 25 % neues Futter
  • Tag 4–6: 50 % / 50 %
  • Tag 7–9: 25 % altes + 75 % neues Futter
  • Tag 10: 100 % neues Futter
Gut genährte erwachsene Katze neben ihrem Futterautomaten

Fehler 4: Kuhmilch geben

Das Bild der Milch trinkenden Katze ist kulturell so verankert, dass viele Halter Milch für einen gesunden Leckerbissen halten. Das Gegenteil ist der Fall: Die meisten erwachsenen Katzen vertragen keine Laktose. Ihnen fehlt das Enzym Laktase, das zur Verdauung des Milchzuckers nötig ist, was zu Durchfall und Verdauungsbeschwerden führt.

Die Lösung: immer frisches Wasser an mehreren Stellen in der Wohnung. Wenn Sie ihr „etwas Besonderes“ geben möchten, nehmen Sie laktosefreie Katzenmilch aus dem Zoofachhandel. Nie als Ersatz für Wasser, nur als gelegentliche Ergänzung.

Fehler 5: Die Ernährung nicht an das Alter anpassen

Ein 3 Monate altes Kitten, eine 4-jährige erwachsene Katze und eine 12-jährige Seniorin haben völlig unterschiedliche Bedürfnisse an Eiweiß, Fett, Kalzium, Phosphor und andere Mikronährstoffe. Futter für „alle Altersstufen“ ist ein Kompromiss, der für keine Lebensphase optimal ist.

Die Lösung: Verwenden Sie Futter für die jeweilige Lebensphase:

  • Junior (bis 12 Monate): reich an Eiweiß und Kalzium für das Wachstum.
  • Adult (1–7 Jahre): ausgewogenes Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten für den Erhaltungsbedarf.
  • Senior (ab 7 Jahren): weniger Phosphor (schont die Nieren), mehr Ballaststoffe, leichter verdaulich.

Fehler 6: Zu viele Leckerlis geben

Leckerlis sind wertvolle Hilfsmittel für Erziehung und Bindung. Das Problem: Viele Halter geben sie ständig als Zeichen der Zuneigung, ohne die Kalorien mitzuzählen. Ein normales Leckerli hat 3 bis 10 kcal: Bekommt eine Katze, die insgesamt 200 bis 240 kcal braucht, 10 bis 15 Stück am Tag, machen sie bis zu 30 bis 60 % ihrer Kalorienaufnahme aus.

Geben Sie niemals: Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, Rosinen, Schokolade, Xylit, Avocado, Alkohol, Koffein, Macadamianüsse. Sie sind für Katzen giftig.

Die Lösung: Begrenzen Sie Leckerlis auf 10 % der täglichen Kalorien und ziehen Sie diese Menge von der Hauptration des Tages ab.

Fehler 7: Die Flüssigkeitszufuhr vernachlässigen

Katzen haben ein sehr schwaches Durstgefühl, ein Erbe ihrer Vorfahren aus der Wüste, die den Großteil ihres Wassers aus ihrer Beute bezogen. Bei reiner Trockenfütterung, die nur 10 % Wasser enthält (Nassfutter dagegen 70 bis 80 %), trinkt eine Katze sehr leicht zu wenig.

Die schwerste Folge: chronische Nierenerkrankung, die häufigste Todesursache bei Katzen über 7 Jahren und direkt mit chronischem Flüssigkeitsmangel verbunden.

Die Lösung:

  • Mehrere Wasserschalen an verschiedenen Stellen der Wohnung, entfernt von Toilette und Futterplatz.
  • Ein Trinkbrunnen mit ständigem Wasserkreislauf: Katzen trinken deutlich mehr, wenn das Wasser in Bewegung ist.
  • Einen Esslöffel lauwarmes Wasser über das Trockenfutter geben.
  • Mindestens 2 bis 3 Mal pro Woche Nassfutter einbauen.

Die Lösung für mehr Regelmäßigkeit

Viele dieser Fehler haben eine gemeinsame Ursache: fehlende Kontrolle und Regelmäßigkeit bei der Fütterung. Wenn Mahlzeiten, Uhrzeiten und Portionen mit Ihrem Zeitplan schwer zu vereinbaren sind, übernimmt ein WLAN-Futterautomat wie der Kerabowl das für Sie: exakt programmierte Ration, garantiert feste Zeiten und Kontrolle per Smartphone, damit Sie wissen, dass Ihre Katze gefressen hat.

Fazit

Wer diese 7 Fehler vermeidet, kann Lebensqualität, Gewicht, Energie und Lebenserwartung seiner Katze enorm verbessern. Viele dieser Änderungen kosten wenig Aufwand und haben große Wirkung: Schon zwei feste Mahlzeiten am Tag oder ein Trinkbrunnen können schweren Krankheiten vorbeugen und teure Tierarztbesuche ersparen. Bei Fragen zur Ernährung Ihrer Katze wenden Sie sich immer an Ihren Tierarzt oder an einen zertifizierten Ernährungsberater für Katzen.